festival contre le racisme 2019

Das festival contre le racisme (FCLR) findet jährlich und seit 2016 auch in Ulm statt.
Viele interessante Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und Partys zum Thema Rassismus und anderer menschenverachtender Einstellungen sind hier zu finden!

Mehr Infos zum FCLR findest Du auf fclr-ulm.de.

 

Auf unseren Veranstaltungen…

freuen wir uns auch auf kritische Diskussionsbeiträge. Gegenüber Menschen, die unsere Veranstaltungen jedoch nur gezielt stören, werden wir das Hausrecht ausüben. Die Organisator*innen des FCLR behalten sich außerdem vor, Personen, die aus der rechten Szene bekannt sind oder durch menschenverachtende Äußerungen auffallen oder bereits auffielen, von den Veranstaltungen auszuschließen.

Für Werbezwecke werden wir auf unseren Veranstaltungen Fotos und Videos machen und diese unter Umständen auch im Internet veröffentlichen. Wer damit nicht einverstanden sein sollte, schreibt uns bitte unter Nennung der entsprechenden Medien eine Email, oder spricht uns auf unseren Veranstaltungen direkt an.

 

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Aufruf zum FCLR 2019

Wir fordern euch zum Handeln auf, werdet aktiv, engagiert euch für eine buntere Gesellschaft: gegen Rassismus und andere menschenverachtende Einstellungen!

Das festival contre le racisme findet dieses Jahr zum vierten Mal in Ulm statt. Unser Ziel ist  Widerstand zu leisten gegen die aktuellen, politischen unRechtsZustände in Deutschland und der Welt. Aufklärung über rassistische Denk- und Handlungsweisen, die in unserer heutigen Gesellschaft leider noch immer weit verbreitet sind und sich weiter ausdehnen ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir wollen sensibilisieren und dazu animieren sich für ein Zusammenleben ohne Rassismus und ohne Unterdrückung anderer Menschen einzusetzen.

“Rassismus” ist für uns ein von “Weißen” konstruiertes Gebilde, das die eigene Gruppe höher bewertet, indem sie sich von einer anderen (minderwertigeren) Gruppe abgrenzt. Dabei werden dieser anderen Gruppe willkürlich bestimmte Merkmale zugeschrieben, die eine Unterdrückung und Diskriminierung zur Folge haben, um die eigene Macht über sie zu legitimieren. Dieses Phänomen ist  sehr viel älter als die Geschichte des Begriffes Rassismus.

Eben diese Geschichte ist aber nur wenigen bekannt, wie auch die Namen derer, die Widerstand dagegen leisteten. Wir in Ulm kennen die Geschwister Scholl, die sich gegen das NS-Regime auflehnten.  Einigen wird auch Rosa Luisa Parks ein Begriff sein, die 1955 in Alabama (USA) durch einen mutigen Akt der Verweigerung die schwarze Bürgerrechtsbewegung in Gang setzte.

Wer jedoch kennt Widerstandskämpfer*innen wie Francois-Dominique Toussaint L’Ouverture, den Anführer der haitischen Revolution? Haiti war die erste Kolonie, die sich von “ihren weißen Herren” befreien konnte und unabhängig wurde.

Nelson Mandela ist eine bekannte Widerstandsfigur aus Südafrika. Doch wer kennt die Namen der Herero-Aufständischen, die sich gegen die deutschen Kolonien auflehnten und dafür starben?
Wir, die Organisationsgruppe des festival contre le racisme, wollen dieses Jahr einigen dieser unbekannten Menschen, die sich gegen Rassismus und menschenverachtende Einstellungen auflehnten und auflehnen, ein Gesicht geben. Wir reisen dabei durch die Zeit und beschäftigen uns mit dem Kolonialismus.

Lasst uns gemeinsam bei und mit unseren Festivalveranstaltungen ein Zeichen setzen und Widerstand gegen Rassismus und menschenverachtende Einstellungen leisten!

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