Flucht nach Europa – die Grenzen der Menschlichkeit

📅 15. Jan 2019 ⌚ 18:30 📌 Universität Ulm (Helmholzstr.16)

ein Fotovortrag…

Fotovortrag von Erik Marquardt zur Situation auf dem Mittelmeer und anderen Fluchtrouten

Noch immer sterben tausende Menschen im Mittelmeer. Allein 2018 wurden sind schon über 2000 Leichen entdeckt, vermutlich liegt die Zahl der Toten aber viel höher. Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben sich deswegen seit 2015 zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen aus Seenot zu retten. Doch statt den Retterinnen und Rettern zu danken, werden auch sie immer mehr zum Spielball großer Politik. Sie sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, werden von der libyschen Küstenwache bedroht, teilweise wird gegen sie aufgrund von illustren Anschuldigungen ermittelt. Es scheint, als würde alles unternommen, um zu verhindern, dass Menschen möglichst nicht ertrinken müssen. Wer rettet, schreckt nicht ab. Wer rettet, beteiligt sich nicht an der Festung Europa.

In seinem Fotovortrag schildert Erik Marquardt die Situation der Seenotretter auf hoher See und auf den Fluchtrouten nach Europa. Er berichtet vom Mittelmeer, der Balkanroute und aus Afghanistan. Wo kommen die Menschen her? Wie ist die Situation auf anderen Fluchtrouten? Warum setzen sich so viele Menschen auf seeuntüchtige Boote? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag beantwortet, sodass am Ende ein eindrückliches Bild über die Flucht nach Europa entsteht.

Erik Marquardt ist Fotograf und Politiker bei Bündnis 90/Die Grünen. Er war vielfach auf den Fluchtrouten nach Europa und hat mehrere Seenotrettungsmissionen unterstützt. Seine Fotos und Videos von der Fluchtroute wurden in vielen nationalen und internationalen Medien veröffentlicht. Er stellt seine Bilder bundesweit aus.

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